Reflex: 1 – Verstand: 0 – das war ab jetzt gestern!

Okay, aber nur eine handvoll.“ – soweit der Plan, als meine bessere Hälfte die raschelnde Tüte aus der Schublade zaubert.

10 Minuten später gähnt mich die leere Tüte Erdnussflips von meinem Couchtisch aus an und ich blicke in ein liebevoll protestierendes Gesicht – „Ein paar hätte ich gerne auch noch gehabt…“. Verdammt. Und schon kommen die negativen „Arschgedanken“, mit denen wir uns so schön selbst den Rest geben können: Wieder nicht geschafft. Die Waage freut sich morgen früh. Dass das auch immer so enden muss. Warum kann ich nicht ein Mal… und so weiter.

Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, warum ich diese kleinen Würmer so vehement vom Angesicht der Erde tilgen will, sondern ich möchte Dir einen Kniff zeigen, mit dem man in solchen Situationen wieder bewusster Entscheiden kann. Der Psychologe Peter Gollwitzer forscht bereits seit Jahren daran, dementsprechend gibt es viele Studien, die die Wirksamkeit belegen.

Warum passiert mir das eigentlich?

Was unsere guten Absichten an dieser Stelle immer wieder aushebelt, ist eine Funktion unseres Gehirns, die in früheren Tagen unser Überleben gesichert hat. (Für interessierte: die Abkürzung vom sensorischen Thalamus direkt zur Amygdala ohne „Umweg“ über den Cortex). Blitzschnell konnte nun (am Verstand vorbei) z.B. eine Schlange von einem Stock unterschieden und bei Bedarf automatisch alles fürs Weglaufen vorbereitet werden – sehr hilfreich, um nicht zu sagen überlebensentscheidend. Was für eine Schlange das nun war, ob die da überhaupt zu sein hatte und ob man ihre Musterung schön fand oder nicht – all das konnte der bewusste Verstand in Ruhe später überlegen, da man ja die erste, überraschende und gefährliche Begegnung überlebt hatte.

Diese besagte Abkürzung ist also für automatisierte Handlungen zuständig und rund 5 mal schneller als das bewusste Denken. Und genau da liegt das Problem bei Angewohnheiten: Wir haben uns z.B. über die Zeit angewöhnt, dass es okay (=sicher) ist, in die Tüte Erdnussflis zu greifen, nehmen das beim Fernsehen oft nicht einmal bewusst wahr. Leckere Erdnussflips als Ergebnis verstärken den Lerneffekt. Das „Automatenhirn“ speichert das als „guten“ Ablauf ab und ruft ihn in Zukunft fix ab, wenn die Situation wiederkommt. So bleibt der Verstand unbelastet und kann über wichtigeres nachdenken. Und wir futtern reflexartig weiter Flips…

Und was kann man tun?

Egal, ob Du der abendlichen Schokolade/Chips/… widerstehen willst, konsequenter Hausaufgaben oder Sport machen, das Handy weglegen (Toilette, Essen, wobei auch immer), ruhig bleiben, wenn Dir jemand die Vorfahrt genommen hat oder sonst irgendetwas, das Dich normalerweise reflexartig antriggert bzw. das Du unterlässt (Wäsche regelmäßig wegbügeln, am Roman schreiben,…) – mit diesem kleinen Trick kannst Du der leidigen Angewohnheit endlich den Kampf ansagen:

Der (fast) magische „WENN…, DANN…“-Plan.

Das ist so simpel, dass ich es selbst am Anfang kaum glauben konnte – bis ich es ausprobierte. Und dazu möchte ich Dich hier herzlich einladen:

  • Als erstes schaust Du Dir an, was genau das letzte ist, das Du tust, bevor Deine ungeliebte Handlung beginnt. Das ist der Teil, der nach dem „Wenn“ in den Satz kommt.
  • Als nächstes legst Du genau (und positiv formuliert) fest, was Du statt Deinem bisherigen Verhalten in Zukunft tun möchtest. Das ist der Teil, der nach den „Dann“ in den Satz kommt.
  • Der fertige Satz sähe dann so aus:   Wenn [Trigger für altes Verhalten], dann [neues Verhalten].
  • Diesen Satz schreibst Du Dir einmal bewusst auf ein Blatt Papier mit dem Willen, das ab jetzt auch so zu machen. Mehrmaliges Schreiben verstärkt den Effekt laut Untersuchungen nicht, das kannst Du Dir also sparen.

Ein konkretes Beispiel:

Nehmen wir an, Du nimmst beim Bäcker eindeutig zu oft zusätzlich ein Mandelhörnchen mit (Ja, ich bekenne!). Dein Blick schweift über die Auslage, und Du denkst „Hmmm, lecker. Vielleicht zu einer Tasse Kaffee heute Nachmittag?“. Dann die Frage der Verkäuferin: „Noch etwas dazu?“ und da kommt dann Deine Antwort, die den weiteren Verlauf besiegelt: „Ja, noch zwei Mandelhörnchen bitte.“. Einmal zu Hause, sind die Prachtstücke auch schon so sicher inhaliert, wie das Amen in der Kirche.

Der Trigger ist hier die Frage der Verkäuferin. Der erste Teil des Wenn-Dann Satzes lautet also: „Wenn die Bäckerin mich fragt, ob ich noch etwas dazu möchte“.

Das neue Verhalten ist in dem Fall einfach eine andere Antwort, was für den zweiten Teil des Wenn-Dann Satzes schlicht und einfach bedeutet: „dann sage ich „Nein, Danke.“

Kompletter Satz:

Wenn die Bäckerin mich fragt, ob ich „noch etwas dazu“ möchte, dann sage ich „Nein, Danke.“

Je klarer Du den Trigger beschreibst, um so besser funktioniert das Ganze. Hier noch andere Beispiele:

  • „Wenn ich morgens von der Waage steige, dann beginne ich mit dem Frühsport.“
  • „Wenn ich warten muss, dann esse ich einen Kaugummi.“ (Statt Griff nach den Zigaretten).
  • „Wenn ich mit dem Essen beginne, dann lege ich das Handy beiseite.“

Die einzige Anforderung ist, dass es eine einfache, klar und logisch formulierte Handlung darstellt.

Und was passiert dann?

Als Ergebnis wirst Du feststellen, dass der Automatismus kurz unterbrochen ist. Dadurch hat Dein Verstand Zeit, die Kontrolle zu erlangen und sich bewusst anders zu entscheiden. Natürlich bist Du keine willenlose Maschine deswegen, klar, aber Du wirst bemerken, dass Dir der Teil, den Du hinter „dann“ geschrieben hast, ganz leicht von der Hand geht.

Wenn Du es 21 Tage durchhältst, hast Du in der Regel den ersten Schritt zur neuen Angewohnheit getan. Jetzt nochmal Gas geben, in dem Du Dir den Satz ein zweites Mal aufschreibst, denn der Schweinehund kommt in dieser Zeit meist nochmal von hinten angeschlichen und flüstert „Toll hast Du das gemacht! Klappt doch, jetzt kannst Du Dich belohnen und etwas entspannter damit umgehen, oder? Nur kein Streß…“ Wo das dann endet, wissen wir alle.

Glaub mir das nicht einfach – probiere die Wenn-Dann Pläne bitte selbst. Mach Dir den Spaß – Du wirst verblüfft sein, wie automatisch diese neue Angewohnheit ans Laufen kommt!

Zyankali und das echte Leben

Würdest Du Gift nehmen, um Deinem Gegenüber zu schaden ?

Natürlich nicht. Dennoch passiert es uns Menschen regelmäßig, das wir von der Grundidee her genau das praktizieren: Immer wenn unsere Werte verletzt werden, schleichen sich die leisen Saboteure unseres Seelenfriedens von hinten an uns heran: Wut, Hass und Groll. Dann steht bald eine wichtige Entscheidung an. Konfrontiere ich die drei oder lasse ich mich überrennen und für lange Zeit beherrschen ?

Im Kleinen können wir das im Straßenverkehr beobachten oder wenn sich jemand dreist an der Kasse an uns vorbeidrängelt. Solche Begegnungen können uns Stunden beschäftigen, uns emotional „festhalten“. Größere Dimensionen findet man dann schon vor Gericht wieder, die Erbschafts- oder Nachbarschaftsstreitigkeiten beispielsweise sind mannigfaltig.

Am schlimmsten sind die Auswirkungen aber nach Verletzungen in Beziehungen.

Das rührt schlicht und ergreifend daher, dass wir uns in einer Liebesbeziehung verletzbar machen müssen, wenn sie auch nur das geringste Maß an Erfüllung und Tiefe besitzen soll. Und in diesem Zustand, genau wenn wir die Deckung unten haben, geschieht es: wir werden ausgenutzt. Oder betrogen. Verlassen. Oder gar alles zusammen und noch schlimmeres.

Manch einer (tatsächlich überwiegen hier die Männer) beschließt aus so einer Situation heraus, sich nie wieder so tief einzulassen. Damit das nie wieder passieren kann. Ein fataler Fehler, aber darum geht es hier heute nicht. Heute geht es um „Gerechtigkeit“. Wir sind verletzt worden, der (meist ehemalige) Partner hat uns das Schlimmste angetan, was wir uns vorstellen können. Und das, obwohl er doch weiß, dass…

Ab hier weiß jeder selbst, wie er damit normalerweise umgeht.
Du kennst die Ergebnisse, die Du damit in Deinem eigenen Leben produzierst. Vermutlich sind sie für Dich, wie für fast alle anderen auch, nur vordergründig akzeptabel. Reden wir also über eine Alternative: Vergebung.

Viele Menschen glauben irrtümlich, dass Vergeben voraussetzt, dass man mit dem verletzenden Handeln des anderen einverstanden sein muss. Das hat schlimme Auswirkungen, denn wenn das wirklich so wäre, könnten wir niemals vergeben: wir können es ja schlecht für richtig erklären, andere Menschen zu verletzen, oder ?

Vergebung ist ein Prozess, der völlig unabhängig von anderen stattfindet. Vergeben bedeutet, ich hole mir meine Kraft und die Macht über mein Leben zurück, ich akzeptiere was ist und heile das, was mir vom anderen gespiegelt wurde. Wenn ich das erledigt habe, kann ich im Idealfall dem Gegenüber positiv oder zumindest neutral begegnen.

Fakt ist: Wir können dem anderen jahrelang den Tod an den Hals wünschen, uns stundenlang ausmalen, was wir ihm alles antun könnten, was er eigentlich verdient hätte, und, und, und.
Passieren wird das alles nicht. Derjenige fällt nicht tot um und lebt erfahrungsgemäß im großen und Ganzen ziemlich unbeeindruckt weiter. Der A… 😉

Aber Du, Du hast für diese Zeit mit dem Kopf in der Vergangenheit gelebt, anstatt in diesem wundervollen hier und jetzt. Du hast Dein Opferdasein und Dein Leid verlängert. Du hast wieder einmal Gift genommen, damit es dem anderen schlecht geht. Scheint mir… optimierungsfähig.

Tipps zum „Wie“ gibt es in einem der folgenden Posts.

Fasten? Ich bin doch gar nicht krank…

Mit Fasten verbinden wir in der Regel eher negative Begriffe – Verzicht, Gängelung, Spaßfreiheit, Fremdbestimmung, Schwächegefühl. Wenn wir die Religion einmal außen vor lassen, ist das einzig positive, was die meisten dazu auf der Gegenseite buchen, das Thema Gesundheit. Wenn man es jedoch entspannt und lustvoll angeht, steckt als Ergebnis viel mehr drin – sehr viel mehr:

  • Bewusstheit
  • gesteigertes Selbstwertgefühl
  • mehr Selbstbestimmung und
  • intensiverer Genuss beispielsweise.

Entspannt und lustvoll? Ja genau. Aber dazu später mehr. Dass Dein Körper beim Fasten Zeit und Gelegenheit findet, einen ordentlichen Teil der über Nahrung und Luft zugeführten Gifte und Schlacken loszuwerden, ist ja mittlerweile eine Binsenweisheit.

Ebenso, dass die Zeit zum Nachdenken tolle Ergebnisse hervorbringen kann, wenn Du Dich darauf einlässt. Neu mag für den einen oder anderen sein, dass es ohne weiteres möglich ist, in dieser Zeit arbeiten zu gehen. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass auch 10-Stunden-Arbeitstage mit Meetings und Verhandlungen absolut machbar sind. Für körperlich sehr intensive Berufe wie Stahlkocher mag das anders sein, die Mehrheit der deutschen Bevölkerung sollte jedoch gut klarkommen.

Warum aber in aller Welt führt Fasten zu mehr Selbstbestimmung?

Das hat mehrere Aspekte. Zum einen das Erkennen der eigenen Bedürfnisse und Abhängigkeiten, zum anderen die konkrete Erfahrung, dass ein anderer Zustand möglich ist.

Eine Fastenwoche ist eine Zeit, in der man verzichtet, das stimmt. Das zwickt erst einmal. Stimmt auch. Spannend wird es, wenn es Dich an Punkten zwickt, mit denen Du so nicht gerechnet hättest. Wenn Dir klar wird, WIE SEHR Du dies oder jenes zu BRAUCHEN scheinst. Die Gelüste, die sich steigern, verdeutlichen Dir, wo Du überall die freie Selbstbestimmung über Bord geworfen hast. Versteh mich richtig – es ist völlig in Ordnung letzteres zu tun, zur Freude am Dasein gehört auch die Zeitverschwendung. Ich finde es nur wichtig, dass man es BEWUSST macht.

Erfahrungsgemäß ist man jedoch eher schockiert, wonach man plötzlich alles giert, und das ist ein klares Zeichen dafür, dass man eben nicht selbstbestimmt und bewusst entschieden hat. Das fängt bei A wie Apps an und hört bei Z wie Zucker auf. Der moralische Zeigefinger soll hier bewusst schön brav in der Tasche bleiben – es geht um das Erkennen, WAS Dich bewegt und was es mit Dir MACHT. Wenn Du dann zu dem Schluss kommst, dass Du das eine oder andere vielleicht in Zukunft anders machen willst – super. Wenn nicht – auch. In jedem Fall hast Du Dein Leben wieder ein Stück weit selbst-bestimmt in die Hand genommen, weil Du jetzt besser weißt, worüber Du überhaupt entscheidest.

Hält man die ersten drei Tage durch, passiert die Magie.

Anfänglicher Hunger und eventuelle Kopfschmerzen sind in der Regel weg, eine beschwingte Leichtigkeit setzt ein. Aber das ist nur die eine, die körperliche Hälfte. Wenn man sinnlich fastet (s. z.B. Buchempfehlung am Ende), kommt nun die überraschend angenehme Erfahrung hinzu, dass es „ohne“ geht. Je nachdem, wie Du es für Dich persönlich gestaltest: Ohne Verabredungen und Terminstress. Ohne Handy. Ohne Schoppen. Ohne Internet. Ohne all die lauten Dinge und hektischen Gewohnheiten und „freiwilligen“ Verpflichtungen. Für viele klingt es nach blankem Horror, auf das eine oder andere zu verzichten das weiß ich. Und warum ist das trotzdem so nützlich?

Wenn wir wirklich frei entscheiden wollen, muss es die Möglichkeit geben, anders zu handeln und andere Ergebnisse zu erzielen. So lange wir tief in uns selbst bezweifeln, dass das überhaupt geht, weil wir es noch nicht erlebt haben, bleiben wir in der üblichen Schleife gefangen: „Es geht ja nicht anders. Ich muss ja,…“. Oder vielleicht sogar schon in der ultimativen Steigerung des Selbstbetrugs: ein vordergründiges (weil nicht wirklich bewusst reflektiertes) „Ich will das so.“

Das ist einerseits sehr bequem; eine vermeintlich unangreifbare Begründung, um alles schön beim Alten lassen zu können. Andererseits hat ein „weiter so“ mitunter die bekannten Zivilisationskrankheiten (Stress, Übergewicht, Schlafstörungen, …) zur Folge. Zeit, sich die Alternative anzusehen, wenn Du mich fragst…

Wenn unser Unterbewusstsein weiß (sprich schon einmal erfolgreich die Erfahrung gemacht hat), dass es auch anders geht, liegt der Fall plötzlich völlig anders. Falls ich mich jetzt entscheide, etwas zu ändern, hat mir die Fastenwoche eine echte eigene Referenz gebracht, einen Beweis: Ich habe das schon einmal geschafft und es ging mir gut dabei.

Ich habe es erlebt und es war ein guter Zustand.

Dieses Wissen gibt mir Kraft, wenn ich zweifle und verringert den inneren Widerstand gegen Veränderungen, die zunächst ja meist nach Verzicht aussehen. Es wird leichter, den sich ungewollt einschleichenden Dingen zu widerstehen, weil die Alternative nicht die Vorstellung von Zwang und Mangel ist, sondern ein Bild beschwingten Erfolges.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung für Dein Selbstwertgefühl.

Es geht hier nicht primär darum, mit extrem wenig Nahrung ausgekommen zu sein. Wenn man es auf die richtige Weise angeht, stellt man fest, dass das viel leichter ist, als man bisher geglaubt hat.

Aber Du selbst weißt, dass Du die Momente, wo es zwischendurch kurz schwer war, überstanden hast.

DU hast den fiesen kleinen Versuchungen widerstanden.

DU hast durchgehalten.

DU GANZ ALLEIN hast Deinen eigenen inneren Schweinehund immer wieder an die Kette gelegt.

Wow! Darauf kannst Du dann zurecht Stolz sein. Du hast Dir mit Deiner eigenen Disziplin bewiesen, was Du Dir selbst wert bist. Wozu Du im Stande bist, wenn Du es für Dich als sinnvoll erachtest.

Bewusst-sein und Intensität

Was hatte ich noch eingangs angesprochen? Richtig, Bewusstheit und intensiven Genuß. Die vielen kleinen Dinge des Alltags, die wir so selbstverständlich hinnehmen, wie z.B.:

  • Kommunikation immer und überall
  • Unterhaltung immer und überall
  • Navigation immer und überall (kein Scherz, probiere es aus…) und zu guter Letzt:
  • Essen ganz nach Geschmack immer und überall.

Der Verzicht in der Fastenzeit macht einem auf einem ganz anderen Niveau körperlich und geistig erfahrbar und bewusst, in welchem täglichen Luxus wir schwelgen. Nicht, um uns schlecht zu fühlen, weil andere ihn nicht haben, sondern um ihn für das zu würdigen, was er ist: Gute Dinge, deren Wert wir oft im Alltag nicht mehr so wahrnehmen.

Weil wir plötzlich auch ohne gut klarkommen, wird dieser Luxus wieder als solcher erleb- und damit genießbar.

A Propos genießen: Ich kann dir sagen – das Gefühl, nach einer Woche „flüssig“ wieder etwas „richtiges“ zu essen, ist unbeschreiblich. Mein Favourite beim Fastenbrechen ist ein Roggenknäckebrot mit Kräuterquark. Die Geschmacksexplosion, die ich da erlebe, ist kaum in Worte zu fassen. Ein regelrecht orgiastischer Genuss, intensiviert durch die mehrtägige entspannte Vorfreude.

Und in den folgenden Tagen ist jede noch so schlichte Mahlzeit ein unvergleichliches Fest. Nicht wegen der „Entbehrung“, sondern weil die Geschmacksnerven mal Pause hatten und das Gehirn wahrnehmungsmäßig einen Mini-Reset gemacht hat.

Entspannt und lustvoll – wie das ?

Entspannt und lustvoll – so waren wir eingestiegen. Fasten hat einige Rahmenbedingungen, die irgendwo unangenehm sind, das ist klar. Die Art und Weise, wie ich mir diese Zeit jedoch gestalte macht, wie immer, den Unterschied:

Ich kann mich auf die „schrecklichen Entbehrungen“ fokussieren und Horror-Minuten ohne Essen zählen

ODER

mich gezielt im Einklang mit den Phasen des Fastens im Rahmen des Möglichen verwöhnen mit leckeren Tees, aromatisierten Bädern, gute Gespräche mit Freunden, passender schöner Musik, Büchern, ja sogar Filmen.

Es geht um ganz bewusst genossenen Konsum, der wie gesagt im Einklang mit den Phasen der Fastenzeit steht. Einen wundervollen Einstieg in so eine ganzheitlich orientierte Fastenwoche beschreiben Dr. Rüdiger Dahlke und Dorothea Neumayr in Ihrem Buch „Sinnlich Fasten“ (Link weiter unten).

Natürlich gilt: Niemand kann Deine Gesundheit so gut einschätzen wie der Arzt Deines Vertrauens und ich gebe hier ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder, damit Du erste Impulse und Gedanken zum Thema bekommst. Die Details für Deine eigene Fastenzeit stimmst Du bitte mit einem qualifizierten (Fasten)Arzt ab.

Literatur zum Fasten für Deine weitere Recherche gibt es wie Sand am Meer, ich kann für einen Einstieg in das Thema das Buch „Sinnlich Fasten“ von Dr. R. Dahlke und Dorothea Neumayr empfehlen, weiter vertiefen kann man dann auch z.B. mit „Das große Buch vom Fasten“ von Dr. R. Dahlke, in dem es viele Hintergründe zu entdecken und beleuchten gibt. Die Links sind selbstverständlich Provisionsfrei.

Ich wünsche Dir viel Freude beim Entdecken und Erforschen des Zaubers dieses nur scheinbar am Rand der Persönlichkeitsentwicklung liegenden Themas!

Die Ehe retten – am besten von Anfang an (Teil 2)

(Zweiter Teil der Miniserie – Tipps für Frauen)

Fast jede Frau wünscht sich früher oder später wieder den Traumprinz zurück, der ihr Mann am Anfang doch war. Aufmerksam, gesprächig, interessiert. Liebevoll, romantisch, heißblütig. Was sich stattdessen in Deinen Augen gerade auf dem Sofa tummelt, weißt nur Du selbst. Doch ich kann Dich beruhigen – er ist noch da! Denn das ist die gute Seite daran, dass Männer sich nicht ändern 😉

Mit den folgenden 3 einfachen, aber wirksamen Tipps für Frauen verbesserst Du Eure Beziehungsbasis um Klassen.

In einer guten Beziehung ergänzt man sich zu einem größeren Ganzen. Dazu gehört, die Andersartigeit des Partners zu erkennen und passend darauf einzugehen. Das ist weder Manipulation noch Unterwürfigkeit. Die Tipps funktionieren auch dann, wenn er weiß, dass Du sie anwendest. Einfach, weil sie seinem grundlegenden Wesen gut tun. Genau wie Dir die Tipps gut tun, die ich den Männern gegeben habe – auch wenn Du sie kennst.

Und auch hier gilt – eine intensive, persönliche Arbeit können die Tipps nicht ersetzen. Aber Du kannst die ersten Schritte machen, die „Magie“ wieder zu spüren, wenn Du sie umsetzt. Versuche es einfach !

>>> Hier geht es zu den 3 Beziehungstipps für Frauen <<<

Auf in ein neues Jahr !

Das neue Jahr ist gestartet: intensiv und rauh, aber dennoch voll großartiger Möglichkeiten zur Entwicklung.

Der Staub des Weihnachtsfestes (das Du ja etwas ruhiger angehen konntest, wenn Du meine Tipps beherzigt hast) und eines feucht-fröhlichen Jahreswechsels hat sich gelegt und nach all den Terminen kehrt wieder etwas Ruhe ein…

Ich wünsche allen Klienten, Interessenten und dem Rest der Welt in diesem besoderen Jahr 2018 den Mut, genau bei sich selbst hinzusehen, die Bereitschaft, etwas zu ändern und die Kraft, es durchzuhalten !

In diesem Sinne – frohes neues Jahr !

 

Die Ehe retten – am besten von Anfang an (Teil 1)

Jede Beziehung ist in der Absicht gestartet, in der folgenden Zeit etwas gemeinsam zu gestalten, das uns wichtig ist: Unser Leben.

Am Anfang läuft alles noch wie von selbst, bis sich nach ein bis zwei Jahren die ersten Grauschleier über den Glanz der Beziehung legen. Bis man merkt, dass hier etwas völlig schief läuft, sind die Fronten oft so verhärtet, dass das Ende schon in Sicht ist. Meist sind es Kleinigkeiten, die dazu führen, dass es in einer Ehe oder längeren Beziehung zuerst nicht mehr so rundläuft und später kriselt.

Interessanterweise sind diese Kleinigkeiten der Menschheit bekannt, bei uns als Individuum genießen sie jedoch oft selige Ignoranz oder schlicht eine kurze Halbwertszeit im Gedächtnis.

Das muß nicht sein, finde ich, und daher habe ich eine kleine Mini-Serie an pdf-files und Posts geschrieben, die nach und nach hier veröffentlicht wird. Auch wenn es natürlich ein Coaching mit der Arbeit am Detail nicht ersetzen kann, möchte ich hier ein paar einfache, aber wirksame Tipps, wie man sich in der Beziehung wieder näher kommen kann, geben. So dass Liebe und Respekt füreinander noch eine Chance bekommen. Damit etwas, das einst der Nabel der Welt für uns war, in unseren Augen wieder strahlen kann: Unser Partner.

Das soll als Einleitung einmal reichen – den Anfang machen die Männer mit 3 einfachen, aber wirksamen Beziehungstipps:

>>> Hier geht es zu den 3 Beziehungstipps für Männer <<<

Schenk Dir selbst ein friedliches Fest !

Die meisten Frauen geben sich sehr viel Mühe, ein schönes und friedliches Weihnachtsfest zu gestalten. Wenn Heiligabend, die Geburt Jesu Christi, kein Anlass ist, endlich mal friedlich und in familiärer Einigkeit am Tisch zu sitzen – was denn dann bitteschön? Also alle Register gezogen was Organisation, Küche, Dekoration und der Schrank mit den angestaubten Familienspielen hergeben. Ein Highlight des Jahres, dessen Charme sich sicher niemand entziehen kann. Oder? ODER?

Du stehst hier vermutlich vor einer der größten Herausforderungen Deines Lebens. Denn Du bist gewohnt, die Dinge zu planen und für ihre Umsetzung zu sorgen. Dankbarkeit in der Regel Fehlanzeige, meist wird Dein Wirken nicht mal wahrgenommen, weil ja alles im Großen und Ganzen angenehm rund läuft.

Die entscheidende Frage für dieses Weihnachtsfest ist – was willst Du wirklich erreichen?

Eine perfekt gestylte Inszenierung weihnachtlicher Bräuche um jeden Preis  oder ein schönes gemeinsames Beisammensein zu einem festlichen Anlass?

Natürlich freut sich jeder auf ein friedliches Weihnachtsfest mit leckerem Essen. Alle, die da durch die Tür kommen, hätten das gerne. Es gibt nur meist ein klitzekleines Problem bei der Sache: mit dem detaillierten Plan vom perfekten Fest steht Mama sprichwörtlich alleine da. Denn das einzige, was sie in der Gewohnheit, alles jeden Tag alleine organisieren zu müssen vergessen hat, ist die Frage, was die anderen unter „schönem und friedlichen Weihnachtsfest“ verstehen.

Was heißt das jetzt konkret für Dich? Das Geheimnis liegt im rechtzeitigen Wechsel vom „Planungs- und Umsetzungs“- in den „Genuss“-Modus. Keine Ausreden mehr, keine „ich-muss-doch-aber“s, „ohne-mich-klappt-das-nicht“s und „wenn-ich-mich-nicht-kümmere-dann“s mehr!

Minimal Planen, Vorbereiten, laufen lassen.

Ich sagte ja – es wird eine der größten Herausforderungen.

Hier ein bewährter Weg, der dennoch den Traditionen gerecht wird:

  1. Stimme Dich mit Deinem Partner auf ein für Euch als Familie passendes Minimalprogramm ab. So etwas wie Essen, Bescherung, Kirche. Nicht mehr als ca. drei Stunden. Das ist die „Pflicht“. Für alle. Das wird vorher an alle genau so kommuniziert, aber auch, dass danach „freestyle“ angesagt und aufrichtig akzeptiert ist.
  2. Planen, vorbereiten und umsetzen der Pflicht. Letzteres schon im Genuss-Modus. Es ist genauso Dein Fest und 80% sind angemessen und würdig genug. Du musst keine 110 geben. Was ist wichtiger – das liebevoll-entspannte Beisammensein oder der korrekte Sitz der Servietten? Mache Dir das immer wieder bewusst.
  3. Auf die Pflicht folgt DEINE Kür. Du bietest das an, worauf DU Lust hast (etwas, das Du im Zweifelsfall problemlos und gerne auch allein machen möchtest!), stellst aber klar, dass Alternativen völlig in Ordnung sind. Um das zu untermauern bringst Du einige Vorschläge. Als Erfahrene Mama kannst Du das aus dem Ärmel schütteln, als jüngere machst Du Dir vorher im Laufe der Woche eine halbe Stunde Gedanken dazu.
  4. Für alle freiwilliges Programm: Spazierengehen, Fernsehen, Lesen – jeder nach belieben. Es ist viel schöner, z.B. nur mit dem gutgelaunten, weil freiwillig motivierten Bruder mal wieder durch den Abend zu spazieren anstatt mit der genervten ganzen Familie. Stell‘ Dich darauf ein, zu tun, wonach Dir ist und freue Dich über jeden, der sich hinzugesellt. Und wer sich für etwas anderes entscheidet – dem sei das genauso gegönnt. Keine (noch so dezenten) Vorwürfe, denn das macht alles wieder kaputt.

Ich weiß, wenn Du Dich nicht kümmerst, gibt es Tiefkühlpizza, keinen Baum und alle stieren in den Fernseher. Keine Option, da sind wir uns absolut einig (außer ihr feiert immer so und gerne). Dennoch… irgendwo im entspannten Raum zwischen „egal“ und „durchgestylt“ findest Du ein für alle schönes Fest.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Umsetzung. Lass Dich ein und Du wirst ein kleines Wunder erleben.

Gesegnete Weihnachten !

Thomas.

Timesaver – Die 11 wichtigsten Punkte für die Coach-Auswahl

Für Dich vorausgedacht und zusammengefasst:

Wie finde ich den passenden Coach ?

Nach kurzer Recherche im Netz findet man zu dieser Frage dutzendweise Empfehlungen, Kriterien, Erfahrungen, Blogs, Tests, etc. Das Sprektrum reicht vom reinen Philosophieren bis ab und zu sogar fundierten Fakten.

Um das Eine vom Anderen trennen zu können, muss man sich durch sehr viele Seiten lesen. Und oft ist man danach eher verwirrt, als dass man ein klares Bild hat. Doch das muss nicht sein, denn letztendlich – das kann ich Dir versichern – gibt es nur einige wenige Kern-Kriterien, die sich immer leicht abgewandelt wiederholen.

Damit Du Dir das stundenlange Lesen sparen kannst, habe ich Dir diese Punkte hier in einer Liste zusammengestellt. Basierend auf den offiziellen Empfehlungen und meiner Erfahrung.

Mit dieser themenunabhängigen Liste bekommst Du die 11 wichtigsten Punkte, auf die Du achten musst, um mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen Coach zu finden, der zu Dir passt. Perfekt, so viel sei ehrlicherweise gesagt, gibt es selten. Wie im echten Leben eben 🙂

Der wichtigste Indikator bleibt am Ende Dein eigenes Bauchgefühl!

Viel Erfolg und – Feel free to share !

>>> Hier geht es zur Checkliste <<<

Blog

Hallo !   🙂

Mit der neuen Homepage gibt es hier jetzt auch einen Blog. Hier findest Du nützliche Impulse, hilfreiche Denkanstöße, und den einen oder andere Lifehack, den ich regelmäßig poste. Bald auch auf Facebook.

Viel Spaß beim Stöbern !